Warum denken meine Leute nicht mit?

Januar 04, 2016
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b-01Der Wunsch von Führungskräften, nach aktiverem Mitdenken und eigenverantwortlichem Handeln ihrer Mitarbeitenden, hat stark zugenommen. Warum ist das so? Was hat sich in unserer Arbeitswelt verändert?

In den letzten 10-15 Jahren sind die Anforderungen an Führungskräfte und Mitarbeitende stark gestiegen. So waren bis vor einigen Jahren die Mitarbeitenden sehr geschätzt, die geholfen haben die Ideen der Führungskraft mit umzusetzen. In der nun veränderten Arbeitswelt ist das nicht mehr ausreichend. Der operative Alltag ist schneller und komplexer geworden. Deshalb ist das  aktive Mitdenken und eigenverantwortlich Handeln der Mitarbeitenden zur absoluten Notwenigkeit geworden. Anders lässt sich die Arbeitslast nicht mehr bewältigen.

Viele Mitarbeitende sind vor Jahren in die damalige Arbeitswelt hineingewachsen und von Ihr geprägt worden. Mitdenken und Eigenverantwortlichkeit stand damals noch nicht so stark im Zentrum. Die nachfolgenden Tipps sind praxisbewährte Schritte um mit einen Entwicklungsweg zu mehr Eigenverantwortlichkeit zu gehen:

  1. Ursachen verstehen, um zielgerichtet handeln zu können
    Klären Sie zuerst die Ursachen dafür, dass sie aktuell wenig Mitdenken und Eigenverantwortlichkeit erleben? In welchen konkreten Situationen der letzten Zeit, hätten Sie sich mehr Mitdenken und Eigenverantwortung gewünscht? Gehen Sie auf Ihre Mitarbeitenden zu, beschreiben Sie die Situationen (ohne zu verurteilen) und versuchen Sie  zu verstehen, wie ihr Gegenüber die Sache sieht? Vielleicht haben Sie ja in der Vergangenheit zu oft selbst entschieden und damit die Eigenverantwortlichkeit des Mitarbeitenden beschränkt?
  2. Erwartungen klar formulieren
    Formulieren Sie klar Ihre Erwartungen an die einzelnen Mitarbeitenden, im Hinblick auf Mitdenken und Eigenverantwortlichkeit. Machen Sie es schriftlich. Das zwingt sie zu gedanklicher Klarheit und gibt Ihrem Gegenüber die Möglichkeit nachzulesen und nachzufragen.
  3. Rahmenbedingungen klären
    Hat der Mitarbeitende alle Informationen um eigenverantwortlich mitdenken und handeln zu können? Fragen sie was er/sie noch braucht um aktiv mitdenken und eigenverantwortlich handeln zu können. Sind Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse des Mitarbeitenden geklärt? Weil diese häufig unklar sind, treffen Mitarbeitende lieber keine Entscheidung als etwas falsch zu machen.
  4. Eigenverantwortung einüben – für Mitarbeitende und Führungskraft
    Nur weil Rahmenbedingungen geklärt sind, werden viele Mitarbeitende noch nicht gleich Ihren Erwartungen (siehe Pkt. 2) entsprechen. Es bedarf Ihrer aktiven Begleitung und Beteiligung! Wenn Mitarbeitende zu Ihnen kommen, um von Ihnen eine Entscheidung zu erhalten ist ihre Stunde gekommen. Treffen sie keine Entscheidung! Helfen sie durch gute Fragen dem Mitarbeitenden selbst zur Lösung zu verhelfen.
  5. Selbstverstrauen aufbauen – konsequente Umsetzung sichern
    Ermutigen und wertschätzen sie aktives Mitdenken und gelebte Eigenverantwortlicheit. Strafen sie Fehlentscheidungen nicht ab, sondern helfen Sie Ihren Mitarbeitenden daraus zu lernen. Wenn Mitarbeitende regelmäßig über Ihre Entwicklung konstruktives Feedback erhalten, führt das zu mehr Selbstvertrauen mutig voranzugehen. Holen Sie sich ebenso ein Feedback von Ihrem Mitarbeitenden. Das gibt Ihnen die Möglichkeit die Wirksamkeit Ihrer Führung auszubauen.

Es ist ein Entwicklungsweg für Mitarbeitende und Führungskraft. „Meister“ sind dabei noch nicht vom Himmel gefallen. Wichtig ist dabei  die „liebevolle Konsequenz – liebevoll im Sinne eines wertschätzenden Umgangs auch bei Fehlern und Konsequenz im Fördern und Einfordern auf diesem Weg.

Zu diesem Thema führen die Unternehmenslotsen ein kostenfreies Impuls Webinar  am Freitag, 15. Januar 2015 von 13.00 – 13.45 Uhr durch. Herzliche Einladung dazu!

Marcus Hausner
Über den Autor
Marcus Hausner begleitet als Unternehmenslotse seit Jahren Inhaber, Geschäftsführer und Führungskräfte auf ihrer Reise zu persönlichem und unternehmerischem Wachstum. Als Lotse ist es sein Anliegen eine wertvolle und wirksame Unternehmens- und Führungskultur in mittelständischen Organisationen zu etablieren und zu stärken. Seit 1999 hat sich der der Gründer des ‚AK Personalentwicklung‘ an der Berufsakademie Stuttgart einen Namen im Bereich des ‚instrumentierten und handlungsorientierten Lernens‘ gemacht.