Schmollen, petzen, bocken am Arbeitsplatz. Hier geht’s zu wie im Kindergarten!

Juli 10, 2016
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5 Schritte zu einer professionellen Zusammenarbeit

Nein, das oben ist kein Stoßseufzer einer gestressten Erzieherin, ob der verzogenen Bälger in ihrer Gruppe. Führungskräfte, Projektleiter oder Geschäftsführer hören wir immer wieder diese oder ähnliche Aussagen machen. Wie kann ich professionelle Zusammenarbeit organisieren und welche Rolle spielt dabei wirksame Führung? Führungskräfte finden oftmals verzwickte Konstellationen in ihren Teams und Bereichen vor. Da gibt es verfeindete Parteien, Befindlichkeiten von älteren oder jüngeren Kollegen, da streitet der Vertrieb mit der Produktion oder der Außendienst mit dem Innendienst. Was tun? Im Impulse Webinar gibt Marcus Hausner fünf wichtige Schritte und die besten Tipps aus seiner Coaching- und Beratungspraxis weiter. Keine Patentrezepte, jedoch im guten Sinne ‚Anstöße‘ für  die eigene Führungspraxis.

  1. Beginnen Sie. Mit Vertrauen.
    Vertrauen ist die Grundlage jeder menschlichen Interaktion. Sie legen das Fundament mit den vier Grundkonstanten für vertrauensstarke Beziehungen am Arbeitsplatz: Direktheit, Annahme, Offenheit und Zuverlässigkeit. Ihr Verhalten ist der Türöffner für eine Kultur des Vertrauens oder des Misstrauens in Ihrem Bereich. Welche Erwartungen fördern Sie mit Ihrem aktuellen Verhalten?
  2. Verstehen Sie. Mit Zuhören.
    Die größte Kraft, Menschen zu gewinnen, liegt im Verstehen der Menschen und im Verständnis der Situation, in der sie sich befinden. Sie müssen mit dem Gehörten nicht einverstanden sein. Verständnis öffnet jedoch Menschen für neue Gedanken und neue Sichtweisen. Sorgen Sie für diese Öffnung, bevor Sie eigene Erwartungen äußern.
  3. Informieren Sie. Mit Regeln und Erwartungen.
    Wenn Sie nun sozusagen das „Rederecht“ gewonnen haben, geben Sie Ihre Erwartungen, Spielregeln und Vorgehensweisen weiter. Sprechen Sie so, dass ‚es auch Ihre Oma verstehen‘ würde. Keine Fremdworte. Keine Konjunktive. Keine Schachtelsätze. Seien Sie klar. Punkt.
  4. Klären Sie. Mit Konsequenz.
    Jetzt kommt die Kür der wirksamen Führung. Sagen Sie, was Sie denken. Tun Sie, was sagen. Heute. Morgen. Nächsten Monat. Und dann gehen Sie in den Dialog mit Ihren Kollegen und klären Sie eines: Ist es Nicht-Können oder Nicht-Wollen, das zu den Spannungen, Befindlichkeiten und Erwartungen führt. Am Können kann man arbeiten. Treffen Sie Vereinbarungen und halten diese vor. Nicht-Wollen ist inakzeptabel. Gelbe Karte. Dann zweite Gelbe Karte und dann Platzverweis. Seien Sie immer wertschätzend, jedoch klar.
  5. Stärken Sie. Mit Leidenschaft.
    Feiern Sie die kleinen Erfolge. Loben Sie Ihre Leute und betonen Sie das Gemeinsame. Dies hat dann Kraft, wenn die Kollegen wissen, dass Intrigen und Narzissmus im Team keinen Platz haben und konfrontiert werden. Siehe Schritt 4.

 

Meine These: Mit diesen fünf Schritten neutralisieren Sie 80 % der „Kindergartenspiele“. Für die restlichen 20 % braucht es mehr Hinsehen oder man kann es eben auch nicht lösen als Führungskraft. Eines bleibt wichtig. Bei allem Trubel, um einzelne Teammitglieder in die Spur zu führen – vergessen Sie nicht die Stillen und Fleißigen, die tagein und tagaus die Arbeit herausragend erledigen und keine ‚großen Wellen‘ machen.

Noch mehr Tipps zum Thema ‚Zusammenarbeit‘? Die Unternehmenslotsen führen dazu ein kostenfreies Impuls Webinar am Freitag, den 15. Juli 2016 von 11.00 bis 11.45 Uhr durch. Herzliche Einladung dazu!

Marcus Hausner
Über den Autor
Marcus B. Hausner begleitet als Unternehmenslotse seit Jahren Inhaber, Geschäftsführer und Führungskräfte auf ihrer Reise zu persönlichem und unternehmerischem Wachstum. Mit seinem Studium der Betriebswirtschaft in Stuttgart und der Beratungswissenschaft in Heidelberg ist es ihm als Lotse ein Anliegen, eine wertebasierte und wirksame Unternehmens- und Führungskultur in Organisationen zu stärken. Mit seinem komplementären Beratungsansatz verbindet er die Erkenntnisse jüngerer Systemtheorien, wie der Synergetik oder der Chaosforschung mit bodenständigem Know-how aus mehr als 15 Jahren Beratungsarbeit.