Hilfe, ich bin erfolgreich überlastet!

September 08, 2016
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20 Jahre war ich, Arne Bär, Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens mit rund 50 Mitarbeitern. Die ersten 10 Jahre war meine Geschäftsführung sehr chaotisch. Alles musste ich alleine machen. Die zweiten 10 Jahre waren von Erfolg gekrönt. Wie kam das?

Dazu erzähle ich in meinem Webinar. Ich möchte Sie ermutigen, sich auf Veränderungen einzulassen. Die Geschwindigkeit und Komplexität im unternehmerischen Alltag heute nehmen dramatisch zu. Viele Führungskräfte wünschen sich mehr Mitdenker in ihrem Verantwortungsbereich. Aber der Alltag scheint oft anders, warum ist das so?

Eigene Führungspersönlichkeit
Nun, zum einen liegen viele Ursachen nicht an unseren Mitarbeitern, sondern an uns als Führungskräften. Mein Denken und Handeln war sehr geprägt von Managementansätzen des 20. Jahrhunderts. Als ich Führungsverantwortung bekam, sagte mein Gesellschafter: „Der Chef denkt und die Mitarbeiter arbeiten. Merken Sie sich das!“ Also dachte ich, meine Mitarbeiter sollten arbeiten und ich übernehme das Denken. Vielleicht kennen sie ähnliche Grundsätze, wie „Bloß keine Infos weitergeben, denn Wissen ist Macht“ oder „Nur keine Schwächen zeigen“. Solche Grundsätze waren in den letzten 50 Jahren möglicherweise hilfreich, heute sind sie jedoch wenig wirksam. Bevor meine Mitarbeiter eigenverantwortlich denken und handeln konnten, musste ich lernen, sie über alles zu informieren, sie nach ihrer Meinung zu fragen, sie wirklich zu befähigen und dann auch noch Ergebnisse einzufordern. Dabei war es wichtig, dass die Mitarbeiter ihren Weg zur Lösung einbringen durften und nicht alles nach meiner Nase ging. Dies hatte zuallererst ich zu lernen.

Richtige Delegation
Nachdem mir bewusst war, dass ich nicht alles alleine machen muss, und ich ernsthaft daran gearbeitet hatte, Aufgaben wirklich abzugeben, stellte sich mir ein zweites Problem: Wie delegiere ich erfolgreich?

Ich neige dazu, zu viel und zu schnell zu reden. Häufig überforderte ich meine Mitarbeiter, wenn ich sie mit einer Delegation „an die Wand quatschte“. Bevor Sie eine Aufgabe delegieren, machen sie sich selbst vorher bewusst: Kann die Person diese Aufgabe erfüllen oder muss ich ihr spezifische, genaue Anweisungen geben? Und: Kennt sie das große Ziel, warum die Aufgabe gelöst werden muss? Weiß die Person, wie sie die Aufgabe zu lösen hat und was genau sie zu tun hat? Ist geklärt, bis wann die Aufgabe erledigt sein soll? Und ist der Termin auch realistisch? Ich lernte, dass es bei Delegation auf diese Fragen ankommt und ich diese erst einmal für mich klären musste. Danach übte ich, dass eine von mir übertragende Aufgabe nicht mehr von mir zurückgenommen wird, in dem ich nachfragte, warum die entsprechende Person die Aufgabe nicht erfüllen kann und wie ich ihr helfen kann, damit sie die Aufgabe erfüllt.

Zielvereinbarungen
Durch die Art der richtigen Delegation fassten immer mehr Mitarbeiter Mut, Verantwortung für die ihnen übertragenen Aufgaben zu übernehmen. Der nächste konsequente Schritt war es nun, unsere Firmenstrategie auf mehreren Schultern zu verteilen. Es ist unglaublich, wie sich mit vielen Begabungen und Talenten im Unternehmen die eigene Firma weiterentwickeln kann. Jahresziele mit Mitarbeitern gibt es seit dem Jahr 2004 und die Zielehandbücher wuchsen und wuchsen, qualitativ und quantitativ.

Wie ich meinen Weg mit Erfolg weitergegangen bin, können Sie aus erster Hand erfahren. Zu diesem Thema führen die Unternehmenslotsen ein kostenfreies Impuls Webinar am Freitag, den 23. September 2016 von 13.00 bis 13.45 Uhr durch. Herzliche Einladung dazu!

Arne Bär
Über den Autor
Arne Bär, Jahrgang 1966, verheiratet, 3 Kinder, Dipl.-Ing. (FH). Er verantwortete mehr als 20 Jahre die Position des Geschäftsführers der G. Fleischhauer Ingenieurbüro Bremen GmbH, ein Unternehmen mit 40 Mitarbeitern aus der Informations- und Sicherheitstechnik. Für seine mitarbeiterorientierte Führung wurde das Unternehmen mehrfach ausgezeichnet. In seiner erfahrungs- und motivationsstarken Art leitet Arne Bär Seminare zur ganzheitlichen Führungskräfteentwicklung und begleitet Inhaber, Geschäftsführer sowie Führungskräfte der ersten Ebenen bei der Umsetzung vor Ort. Koautor eines branchenspezifischen Unternehmensmodells sowie des Managementbuches „Unternehmer beraten Unternehmen“. Arne Bär hält zahlreiche Vorträge, Workshops im In- und Ausland; möchte man den Zuhörern glauben, dann überzeugt nicht nur der Praxisbezug, sondern eine gute Portion hanseatischer Witz und Charme. Über sich selbst sagt er: „Ich bin ein Mann aus der Praxis für die Praxis.“